01.08.2010 10:06 Uhr
 

Unsere Autorin: Kerstin Decker

 

Auf dem Boulevard zuhause

img1000461_ Kerstin Decker ist DIE Gesellschaftsreporterin in Leipzig. Sie berichtet für die Leipziger Volkszeitung vom schillernden Treiben zwischen Party und Ball, kennt wirkliche VIPs und solche, die es gern sein würden. Ihre Geschichten gibt es hier online und täglich in ihrer Kolumne "BouL.E.vard" in der gedruckten LVZ.
Kerstin Decker  ist erreichbar unter 0341 / 21811524 oder über boulevard@lvz.de .
 

Sommer-Special

 
 

Stadtteilfeste

 
Die Leipziger feiern gern. Das beweisen sie bei den Stadtteilfesten, die sich wie ein roter Faden durch's Jahr ziehen. In unserem Special finden Sie alle Infos.
 

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    Regina Katzer kennt die Szene von L.E. und fotografiert für LVZ-Online auf den Partys dieser Stadt. Zu erreichen unter Telefon 0341/21811260
     

     

     

     

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    BouL.E.vard

    Wie Hollywood, nur ein bisschen kleiner

    Kerstin Decker

    Hauptdarsteller Atta Yaqub (links) und Christoph Franken (rechts), in der Mitte Regisseur Kanwal Sethi und Produzent Holm Taddiken.   Foto: André Kempner Hauptdarsteller Atta Yaqub (links) und Christoph Franken (rechts), in der Mitte Regisseur Kanwal Sethi und Produzent Holm Taddiken. Vor zwei Wochen drehte Hollywood am Flughafen Leipzig-Halle, gleichzeitig entstand im Leipziger Osten ein deutsch-kanadisch-polnischer Kinofilm mit prominenten deutschen Schauspielern. Mit derart großen Nummern kann sich die Filmcrew nicht messen, die gerade in Connewitz und an anderen Schauplätzen den Kinofilm „Knotenpunkt" (Arbeitstitel) dreht. „Vom Budget her sind wir mehrere Nummern kleiner, backen kleinere Brötchen", stellt Produzent Holm Tadikken klar, „aber vom Herzblut und der Ernsthaftigkeit gehen wir nicht anders ran als Hollywood." Taddiken (37), Inhaber der Firma Neufilm an der Altenburger Straße, lebt seit Jahren in Leipzig. Genauso wie der in Indien geborene Regisseur Kanwal Sethi.

    FOTOSTRECKEN

    Dreharbeiten vor rund 50 Komparsen im ehemaligen Kino UT Connewitz

    Fahrzeuge der Filmcrew an der Wolfgang-Heinze-Straße

    Regisseur Kanwal Sethi, die Hauptdarsteller Atta Yaqub und Christoph Franken, Produzent Holm Taddiken (von links)

    Masakazu Nishimine, japanischer Taiko-Trommler, in einer Schlüsselszene des Films

       
    Für den 39-jährigen Regisseur ist es sein erster Spielfilm. Er will zeigen: „Auch in Leipzig gibt es Parallelwelten wie das Asylbewerberheim oder den Asia-Großmarkt an der Maximilianallee. Die Integration fängt an, wenn die Menschen versuchen, diese Parallelwelten zu entdecken und sich anzueignen." Sethi erzählt die Geschichte eines Deutschen, der nach Japan auswandern will, und eines pakistanischen Friseurs, der illegal nach Deutschland eingewandert ist. Ein Autounfall verkettet beide miteinander. Gedreht wird vor allem nachts, im Freien und in der Kälte. Fehler können kaum ausgebügelt werden, da am nächsten Tag das Set bereits abgebaut ist. „So nach und nach wurde mir jetzt erst klar, was ich da mache", lächelt Regisseur Sethi. Seine Hauptdarsteller wohnen übrigens nicht hollywoodmäßig im Luxushotel, sondern in einer günstigen WG in der Kurt-Eisner-Straße. Vielleicht ändert sich das ja, wenn der Streifen erst auf großen Festivals, im Kino und bei Mitfinanzier ZDF gelaufen ist.

     

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