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Beliebter Hochschulort: Studentenzahlen in Leipzig steigen
Klaus Staeubert
Foto: Waltraud Grubitzsch
Vorlesung im Anatomie-Hörsaal der Universität Leipzig.
Leipzig. Die Messestadt zählt mit mehr als 36.000 Studenten zu den bedeutendsten und auch größten Hochschulstandorten Deutschlands. Nur in zwölf Städten, darunter Berlin, München, Hamburg, Köln, Frankfurt/Main und Dresden, studieren mehr Menschen als in der Pleiße-Metropole. Das geht aus dem Quartalsbericht des Amtes für Statistik und Wahlen hervor, der am Montag für die letzten drei Monate des Jahres 2009 veröffentlicht wurde.
Danach studieren im laufenden Wintersemester 36243 Personen an den sieben hiesigen Hochschulen. Die Größte ist mit 26165 Studierenden die Uni. Deutschlandweit gibt es nur 15 Universitäten mit mehr Studenten. Spitzenreiter: die Fern-Uni-Hagen (44117).
Die Zahl der Studierenden in Leipzig ist gegenüber dem Vorjahr insgesamt leicht angestiegen (+0,8 Prozent). Die höchsten Zuwächse verzeichnete dabei mit 47,4 Prozent die Handelshochschule, gefolgt von der Hochschule der Deutschen Telekom (+19,7 Prozent). Leichte Rückgänge verzeichneten dagegen die Universität (-0,5 Prozent), die AKAD Hochschule (-0,1 Prozent) und die Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB/-4,2 Prozent).
Bei den Erstsemestern konnten bis auf die HGB jedoch alle Hochschulen zulegen. Im Wintersemester schrieben sich für das erste Studienjahr in der Telekom-Hochschule 52,6 Prozent mehr Studenten ein als noch ein Jahr zuvor. Die Hochschule für Musik und Theater verzeichnete ein Plus von 23 Prozent.
Die am stärksten belegten Fachbereiche in Leipzig sind Sprach- und Kulturwissenschaft, gefolgt von Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.
Trotz des für Leipzig insgesamt guten Wintersemesters 2009/10 - gegenüber dem Vorjahr gibt es in der Stadt mit 6298 Erstsemestlern 5,2 Prozent mehr Studienanfänger - könnten in den kommenden Jahren nach Ansicht der Statistiker viele Plätze in den Hörsälen leer bleiben. Grund ist der demografische Wandel, der schon im nächsten Wintersemester spürbar werden dürfte.Im vorigen Jahr verließen in Leipzig noch 1500 Absolventen die Gymnasien, in diesem Jahr werden es 500 weniger sein. Deshalb fällt der Zuwanderung im Bildungsbereich eine stärkere Bedeutung zu, so die Statistiker. Erfreulich schon mal: Bei ausländischen Studenten wird Leipzig immer beliebter. In den zurückliegenden zehn Jahren hat sich ihre Zahl nahezu verdoppelt - auf jetzt auf 3500.
© LVZ-Online, 08.02.2010, 22:50 Uhr