01.08.2010 10:04 Uhr
 

 

Sommer-Special

 
 

Stadtteilfeste

 
Die Leipziger feiern gern. Das beweisen sie bei den Stadtteilfesten, die sich wie ein roter Faden durch's Jahr ziehen. In unserem Special finden Sie alle Infos.
 

Schaufenster L.E.

 

Unternehmen präsentieren sich

Unternehmen aus Leipzig und der Region präsentieren sich als Werbepartner von LVZ-Online im "Schaufenster L.E." per Text, Foto und teilweise auch per Video und Panoramafotos.
 

 

ONLINE-SERVICE-CENTER

 

Service rund um Ihre Zeitung

Hier können Sie Anzeigen für die Rubrikenmärkte aufgeben, eine Zeitung bestellen, ihr Abonnement verwalten, ein E-Paper bestellen und noch vieles andere mehr.






Anzeigen-Service Abo-Service Probeabo bestellen AboPlus Prämienshop Zeitungsarchiv

 

 

OOPS - DIE FEHLERBOX

 

Ihre Meinung ist uns wichtig

Sollten Sie einen Fehler gefunden oder eine Anmerkung für uns haben, sind wir dankbar für alle Hinweise. Schicken Sie uns eine E-Mail an desk@lvz-online.de.
 

Citynews

Drei Busfahrer werden für Zivilcourage geehrt

Andreas Tappert/ Anne Grimm

Auszeichnungen für drei couragierte Busfahrer.   Foto: André Kempner Auszeichnungen für drei couragierte Busfahrer. Leipzig. Auszeichnungen für ihr besonders couragiertes Verhalten haben drei Leipziger Busfahrer am Montag erhalten. Durch ungewöhnlichen Mut verhinderten die Männer, dass Fahrgäste zu Schaden gekommen sind, so die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB).

Reinhard Wittig, Daniel Meinschenk und Ricardo Szilagyi-Palko heißen die prämierten Busfahrer, die jeweils einen Präsentkorb und eine Ehrenurkunde überreicht bekamen. Die Auszeichnungen erhielten sie am Busbahnhof Lindenau, vom Polizeipräsidenten, der LVB und Leobus GmbH. Dem Geschäftsführer der Leobus GmbH, Thorsten Rühle, ist dabei wichtig: „Wir wollen die Herren stellvertretend für die vielen couragierten Bürger dieser Stadt ehren. Die Gewalttätigen machen leider Schlagzeilen, nicht diejenigen, die durch ihr besonnenes Handeln Gewalt verhindern.“

Die Fälle, in denen die drei Busfahrer Zivilcourage zeigten, gingen in diesem Jahr schon durch die Medien. Der Fahrer Reinhard Wittig hatte am 29. November seinen Bus der Linie 60 in der Karl-Liebknecht-Straße gestoppt, weil er Tumult im hinteren Teil des Wagens bemerkt hatte und ein junger Mann an seine Fahrerkabine klopfte. "Er sagte: ,Bitte helfen Sie mir, ich werde von Jugendlichen bedroht", erzählte Wittig damals. "Weil es selten vorkommt, dass jemand direkt um Hilfe bittet, habe ich gleich gehandelt." Der Busfahrer alarmierte sofort die Polizei, denn drei junge Männer und eine Frau wollten von dem Fahrgast eine Kamera erpresse. Weil er die Türen seines Busses geschlossen hielt, flüchteten die Vier über Notausstiegsluken. Doch auch der Fahrer kletterte aus seiner Kabine und hielt - unterstützt von einem Fahrgast - einen von ihnen fest, bis die Polizei kam.


Sein Chef Rühle sagte gestern, dass sich Jugendliche deutlich unterlegene Fahrgäste aussuchen, um die Grenzen ihrer Macht auszuloten und dabei meinten, die Geldbörse, das Handy oder den Fotoapparat erpressen zu können. Dies sei aber kein Grund für eine Panik. "Es gab bei uns in diesem Jahr nur zwei solche Fälle - und die betroffenen Fahrer werden heute geehrt", erklärte der Geschäftsführer. "Es ist kein Fahrgast zu Schaden gekommen."


Der zweite Fall ereignete sich am 17. August. An diesem Tag hatte der Fahrer Daniel Meinschenk seinen Bus bereits leer an einer Endstelle geparkt und auf seine Ablösung gewartet, als zwei junge Männer einen Farbigen bedrohten, der im Rollstuhl saß. "Der Rollstuhlfahrer erwiderte erst etwas, als einer der beiden einen Hilter-Gruß machte", erinnerte sich Meinschenk damals. "Dann warfen sie Bierflaschen auf wartende Fahrgäste und verletzten eine Frau am Fuß." Als sich der Busfahrer, der sich eigentlich schon im Feierabend befand, einschaltete, bekam er Faustschläge ins Gesicht. Seine Ablösung, Ricardo Szilagyi-Palko, verfolgte die Schläger mit einem Taxi und hielt sie auf, bis die Polizei eintraf.
LVB Technik-Geschäftsführer Ronald Juhrs kündigte gestern an, dass die Verkehrsbetriebe ihre Zusammenarbeit mit der Polizei ausbauen werden. Geplant sei eine Sicherheitspartnerschaft.

An Haltestellen und in öffentlichen Leipziger Verkehrsmitteln finden laut LVB aber grundsätzlich nur ein Prozent der Straftaten statt. Daran sei erkennbar, dass Videoüberwachung in solchen Fällen Sinn mache und Straftaten verhindere.

 

 

Kommentar schreiben
Vorname Name *

Ihr Kommentar (mindestens 20 Zeichen)*
* Pflichtfelder, bitte ausfüllen