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Foto: André Kempner
Das Haus Leipzig in der Elsterstraße.
Die Stadt will das Haus Leipzig an den Bauunternehmer Tarik Wolf übertragen. Der 41-jährige Delitzscher beabsichtigt, das ehemalige Sport- und Kulturhaus für eine Million Euro umzubauen und dort Studentenwohnungen einzurichten. Der Veranstaltungssaal bleibe erhalten. Außerdem entstehe ein "kleines Nahversorgungszentrum" mit drei Läden, Bäcker, Fleischer, Drogerie und Getränkeladen.Über das Geschäft muss der Grundstücksverkehrsausschuss noch entscheiden. In der Vorlage, die der LVZ vorliegt, empfiehlt das Wirtschaftsdezernat, das bestehende Erbbaurecht an den Bauunternehmer zu veräußern. Die Stadt, die Eigentümerin des 3765 Quadratmeter großen Grundstücks in der Elsterstraße ist, hatte dieses für die Zeit von 2000 bis 2066 an die Haus Leipzig Immobilien GmbH verpachtet. Die Gesellschaft bekam das Gebäude zum symbolischen Preis von einer D-Mark. Die Firma ist mittlerweile pleite. Seit zwei Jahren steht das 1930 als Keglerheim errichtete Haus leer.
Die Stadt will mit Wolf eine Staffelpacht vereinbaren. In den ersten fünf Jahren soll er den alten Erbbauzins von rund 25000 Euro pro Jahr weiter zahlen. Dieser erhöht sich, bis ab zehntem Jahr die doppelte Summe fällig wird. Die Kommune behält sich das Recht vor, den Vertrag zu kündigen, wenn der Investor nicht innerhalb von drei Jahren eine Million Euro investiert hat.