Die Leipziger feiern gern. Das beweisen sie bei den Stadtteilfesten, die sich wie ein roter Faden durch's Jahr ziehen. In unserem Special finden Sie alle Infos.
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Das letzte Mal war die Ausleihtheke der Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz am 30. Oktober des Vorjahres offiziell geöffnet. Seit gestern wandern die Bücher, CDs und DVDs nun über zwei Theken in zwei verschiedenen Etagen im Städtischen Kaufhaus. Neugierige und Wissensdurstige finden sich auch im neuen Domizil der Bibliothek schnell zurecht.
So manches Buch mag immer noch eines mit sieben Siegeln sein, doch
die Wegweiser in der Stadtbibliothek sind leicht verständlich. Am
ersten Tag im neuen Übergangsdomizil im Städtischen Kaufhaus am
Neumarkt 9, Treppenhaus E, gleich gegenüber der Universität, ist
eigentlich alles wie immer: Bücherwürmer und Leseratten stehen vor den
Regalen und decken sich mit neuem Lesestoff ein.
Der städtische Wissenstempel ist nun auf zwei Etagen verteilt. In der
ersten warten die Kinderbibliothek, die Abteilungen Sachliteratur und
regionalkundliche Literatur sowie Zeitschriften und Tageszeitungen auf
viele Leser. Auch der Informationsbestand ist hier zu finden. In der
dritten Etage des Gebäudes kommen Romanliebhaber im Bereich
Belletristik auf ihre Kosten. Den Anfang im Regal "preisgekrönte
Literatur" macht hier "Klippen" von Olivier Adam. In dieser Etage gibt
es auch Internetarbeitsplätze, Jugendliteratur, CDs und DVDs sowie die
Musikbibliothek.
FOTOSTRECKEN
Damit am ersten Tag im neuen Zuhause - das alte muss renoviert werden - nicht das große Chaos ausbricht, gab es für gestern keinen zwingenden Abgabetermin. "Wir haben die Leihfristen verlängert, so dass nicht gleich alle entliehenen Medien am Eröffnungstag zurückgegeben werden müssen", sagt Bibliotheksleiterin Birgit Spazier. "Als wir unsere Stammkunden pünktlich um 10 Uhr vor der Tür sahen, waren wir sofort beruhigt, dass unsere Besucher den Umzug auch wirklich mitbekommen haben."
Im Aufzug steht Anne Heinze. Die Studentin sucht nach einem Reiseführer - nach Prag soll es in den Semesterferien gehen. Ehe sie sich auf die Suche durch die langen Regalgänge macht, schaut sie gleich in den Opac. Einige Mausklicks weiter und schon weiß sie, zwischen welchen Werken sie sich gleich entscheiden kann. "Bisher gab es keine Probleme, dass sich die Besucher nicht zurechtfinden", sagt Heike Scholl, Pressesprecherin der Stadtbibliothek. "Und unser Personal hilft immer gerne weiter." Man müsse sich vielleicht nur etwas umgewöhnen, dass beide Etagen unabhängig voneinander arbeiten. Das heißt, wer aus einer Etage etwas ausleihen möchte, muss es auch hier tun und kann es nicht mit nach draußen in die nächste Etage nehmen. Scholl denkt, die enger gestellten Regale in den Räumen im Städtischen Kaufhaus böten zudem den Vorteil, dass man sich schneller einen Überblick verschaffen könne. Immerhin werden auf einer Fläche von 2000 Quadratmetern rund 250u202F000 Medien bereitgestellt. Von diesen nimmt Elena Ngandwe einen ganzen Stapel mit - ihr gefällt's hier.