01.08.2010 09:58 Uhr
 

 

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Citynews

Wasserwerke: Schon 2007 viele Hinweise

jr/ade/A.T.
Der Firmensitz der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) in der Johannisgasse in Leipzig.   Foto: André Kempner Der Firmensitz der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) in der Johannisgasse in Leipzig. Der Finanzskandal bei den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL), aus dem jetzt ein Schaden von bis zu 290 Millionen Euro droht, hätte sich frühzeitig erkennen lassen können. Sachsens Antikorruptionseinheit Ines erhielt durch eine Razzia im Oktober 2007 viele Hinweise auf Geschäfte der KWL-Chefs Heininger und Schirmer in London. Das geht aus Unterlagen des Landeskriminalamtes hervor, die der Leipziger Volkszeitung vorliegen.

zum Thema Staatsanwälte hatten früh Hinweise - Ermittler erkannten Finanzskandal nicht Freshfields-Gutachten belastet Heininger LVV: Jung hält Fäden in der Hand So sagte der KWL-Finanzprokurist Lutz Reichardt während der Durchsuchung der Firmenräume in der Johannisgasse aus, die Wasserwerke hätten auch ein "UK-Leasing" mit Beteiligung der Bayerischen Landesbank gestartet. Wie berichtet, wurde an diesen Deal im Frühjahr 2006 das größte geheime CDO/CDS-Geschäft angedockt. Reichardt wurde vergangene Woche beurlaubt. Auch erhielten die Staatsanwälte im November 2007 Prüfberichte zu Reisen Heiningers und Schirmers nach London, in denen als Reisezweck "Vertragsabschluss mit UBS" vermerkt war.

Ebenfalls seit langer Zeit in den Akten der Ermittler befand sich eine "Kostennote", mit der die Kanzlei Freshfields 371 200 Euro für Vermittlungsdienste und Gutachten zu den Londoner Geschäften mit der UBS-Bank bei Heininger abrechnete.
 

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