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Wasserwerke: Schon 2007 viele Hinweise
jr/ade/A.T.
Foto: André Kempner
Der Firmensitz der Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) in der Johannisgasse in Leipzig.
Der Finanzskandal bei den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL), aus
dem jetzt ein Schaden von bis zu 290 Millionen Euro droht, hätte sich
frühzeitig erkennen lassen können. Sachsens Antikorruptionseinheit Ines
erhielt durch eine Razzia im Oktober 2007 viele Hinweise auf Geschäfte
der KWL-Chefs Heininger und Schirmer in London. Das geht aus Unterlagen
des Landeskriminalamtes hervor, die der Leipziger Volkszeitung
vorliegen.
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So sagte der KWL-Finanzprokurist Lutz Reichardt während der
Durchsuchung der Firmenräume in der Johannisgasse aus, die Wasserwerke
hätten auch ein "UK-Leasing" mit Beteiligung der Bayerischen Landesbank
gestartet. Wie berichtet, wurde an diesen Deal im Frühjahr 2006 das
größte geheime CDO/CDS-Geschäft angedockt. Reichardt wurde vergangene
Woche beurlaubt. Auch erhielten die Staatsanwälte im November 2007
Prüfberichte zu Reisen Heiningers und Schirmers nach London, in denen
als Reisezweck "Vertragsabschluss mit UBS" vermerkt war.
Ebenfalls seit
langer Zeit in den Akten der Ermittler befand sich eine "Kostennote",
mit der die Kanzlei Freshfields 371 200 Euro für Vermittlungsdienste
und Gutachten zu den Londoner Geschäften mit der UBS-Bank bei Heininger
abrechnete.
© LVZ-Online, 28.01.2010, 23:02 Uhr