Polizeiticker
Bombenalarm im Leipziger Hauptbahnhof - Bundespolizei sperrt Bahnsteig wegen Rucksack
Robert Nößler
Foto: Andreas Döring
Leipzig. Ein verdächtiger Rucksack hat am Montagnachmittag für Aufregung im Leipziger Hauptbahnhof gesorgt. Gegen 14.30 Uhr hatte ein Bahnmitarbeiter das schwarze Gepäckstück am Querbahnsteig entdeckt, teilte die Bundespolizei mit. Da sich kein Besitzer fand, sperrten die Beamten den Bereich weiträumig ab. Spezialisten der sogenannten Entschärfergruppe untersuchten den Rucksack daraufhin mit Röntgentechnik. Gegen 16 Uhr gab es Entwarnung: In der Tasche seien lediglich Reiseutensilien gefunden worden, hieß es.
„Offenbar hat ein Zugreisender oder ein Besucher des Hauptbahnhofs den Rucksack einfach vergessen“, sagte Jens Damrau, Sprecher der Bundespolizei in Leipzig, gegenüber LVZ-Online. Das herrenlose Gepäckstück habe am Eingang vor der McDonalds-Filiale gestanden. „Da auch nach mehreren Minuten kein Besitzer auftauchte, wurde von der Bahn die Bundespolizei in Leipzig informiert.“
Von der Sperrung war sowohl der Querbahnsteig als auch die mittlere Etage der Promenaden betroffen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Bereich zwischen Westhalle und Seitenausgang Kurt-Schumacher-Straße komplett abgeriegelt. Die Mitarbeiter und Kunden von mehreren dutzend Geschäften mussten evakuiert werden. Der Zugverkehr konnte aber normal weiter laufen, hieß es. Reisende seien über den Osteingang und den Tunnel an der Ostseite zu den Bahnsteigen geleitet worden, so Damrau.
Wie der Bundespolizeisprecher weiter mitteilte, werde auf Ermittlungen verzichtet. „Das ganze wird wie eine ganz normale Fundsache behandelt. Seinen Rucksack kann ja jeder mal vergessen“, erklärte Damrau. Das Gepäckstück sei daher ins Fundbüro gebracht worden, wo es sich sein rechtmäßiger Besitzer wieder abholen könne.
© LVZ-Online, 26.07.2010, 18:34 Uhr