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Mitteldeutschland

Trauer um Loveparade-Opfer: Sachsen setzt am Samstag Flaggen auf Halbmast

dpa
Sachsen trauert um Loveparade-Opfer: Am Samstag wehen die Flaggen vor Ministerien und Behörden auf Halbmast.   Foto: Wolfgang Zeyen Sachsen trauert um Loveparade-Opfer: Am Samstag wehen die Flaggen vor Ministerien und Behörden auf Halbmast. Dresden. Sachsen trauert mit den Angehörigen der Opfer der Love Parade von Duisburg. Ministerien und Behörden setzen an diesem Samstag die Fahnen vor ihren Gebäuden auf Halbmast. Das teilte die Staatskanzlei am Donnerstag in Dresden mit.

Am Samstag wird mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Duisburger Salvatorkirche an die 21 Todesopfer erinnert. Bundespräsident Christian Wulff, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wollen dort gemeinsam mit den Angehörigen trauern.

FOTOSTRECKEN

Nach der tödlichen Massenpanik bei der Loveparade in Duisburg mit mehr als 20 Toten hat die Staatsanwaltschaft offiziell die Ermittlungen aufgenommen.

Die Veranstalter wollten sich nicht dazu äußern, wie der Zugang durch den Tunnel zum Festgelände vor Beginn der Loveparade mit Blick auf die Sicherheit der Besucher bewertet worden war.

Der Weg unter den Eisenbahnbrücken hindurch wird vielfach als „Tunnel“ beschrieben. Darin haben tausende Menschen Platz. Von der Unterführung geht es im rechten Winkel über Kopfsteinpfalster auf das Gelände.

Viele Menschen wollte dem Gedränge entkommen und kletterten an einem Geländer hinauf.

Kurz vor dem Unglück hatte die Polizei den zentralen Zugang zu dem überfüllten Gelände gesperrt und Teilnehmer aufgefordert, zum Bahnhof Duisburg zurückzugehen

Bei der Massenpanik wurden mehr als 500 Menschen verletzt.

Die meisten Toten seien auf der westlichen Seite der Zugangsrampe gefunden worden.

Die Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz.

Trauer und Erschütterung bei den Gästen, die lebend den Tunnel verließen.

Nach den furchtbaren Ereignissen wollten die meisten Jugendlichen nur noch nach Hause.

Unter den Toten befanden sich demnach auch ein Niederländer, ein Australier, ein Italiener und ein Chinese.

Die Veranstalter wollten sich nicht dazu äußern, wie der Zugang durch den Tunnel zum Festgelände vor Beginn der Loveparade mit Blick auf die Sicherheit der Besucher bewertet worden war.

Bei Massenpaniken schaltet sich die soziale Kompetenz des Menschen ab - „aus Angst ist das eigene Überleben wichtiger, als die Rücksicht auf andere“, sagte der Psychologe Steffen Fliegel.

Ausgelöst werde eine Massenpanik von einzelnen Menschen, die in der Menge plötzlich Angstgefühle haben oder Panikattacken erleben. „Der Organismus reagiert dabei völlig unkontrolliert.“

Der Zugang zum Tunnel war in der Nacht zum Sonntag mit Planen zugehängt.

Bis spät in die Nacht fuhren Leichenwagen von der Unglücksstelle weg.

Blick in den leeren Tunnel.

Rettungskräfte hatten ihre Zelte auf der A 59 aufgebaut.

Auch Hubschrauber waren im Einsatz.

Karten vom Weg zum Loveparadegelände.

Trotz der vielen Opfer wurde die Loveparade zunächst fortgesetzt.

Die Veranstalter hätten beim Abbruch der Party eine weitere Panik befürchtet.

Viele Raver erfuhren erst über das Handy von Angehörigen von den Vorfällen.

Sonntagmorgen auf dem Duisburger Bahnhof, viele Besiucher haben durchgemacht und warten auf ihre Züge.

Holländische Teilnehmer trauern um ihren toten Landsmann.

Traier am Sonntag in Duisburg.

Viele Fragen, wenig Antworten: Pressekonferenz am Sonntag in Duisburg.

Der Organisator der Loveparade, Rainer Schaller, verkündete das „Aus“ der Technoparade.

   
 

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