09.09.2010 09:13 Uhr
 

SPECIALS

alle Specials
 

Ferienkurse im Kindersportzentrum

Welche spannenden Kurse das Kindersportzentrum des SC DHfK in den Herbstferien anbietet, erfahren Sie im Familien-Service-Portal der Stadtwerke.






Campus Online Studieren in Leipzig
Zoo Leipzig: Events und Infos familien extra: Das Service Portal
http://games.lvz-online.de InterConnex: Gute Verbindung
Meigels Centralorgan Krystallpalast Varieté
Sparkasse Leipzig Fairgourmet
LE Gourmet Nova Eventis
Messe "modell hobby spiel"

 

AKTIONEN

 

Laufend unterwegs - mit der LVZ

Die LVZ sucht wieder die schönsten und beliebtesten Laufstrecken in und um Leipzig. Die LVZ sucht wieder die schönsten und beliebtesten Laufstrecken in und um Leipzig. Zu gewinnen gibt es tolle Preise vom Leipziger Laufladen.

Schulstart

Während sich die einen über Ferien freuen, zählen die zukünftigen Erstklässler schon die Tage bis zum Schulstart. Während sich die einen über Ferien freuen, zählen die zukünftigen Erstklässler schon die Tage bis zum Schulstart. Alles zum Thema Zuckertüte, Ranzen, Lernen und Freizeit im Special!

LVZ-Abiaktion 2010

Das Abi ist geschafft! Jetzt herausputzen für den Abiball: Unsere Fotografen machten tolle Erinnerungsfotos. Das Abi ist geschafft! Jetzt herausputzen für den Abiball: Unsere Fotografen machen tolle Erinnerungsfotos. Jahrgangsfoto online bestellen!

Das LVZ-Frühstück

Ein Dankeschön für die "Helden des Alltags" - machen Sie mit und schicken Sie uns einen Vorschlag. LVZ-Frühstück - die LVZ und ihre Leser sagen Danke: Bei Menschen, die sich jeden Tag in ihren Arbeitsteams, in Vereinen oder in der Nachbarschaft für andere engagieren.

LVZ-Stadtteilporträts

Unter dem Motto „Ich lebe gern in Leipzig“ stellen wir monatlich für 14 Tage ein Stadtgebiet vor. Unter dem Motto „Ich lebe gern in Leipzig“ stellen wir Ihnen Leipziger Stadtteile vor. Auf einer Sonderseite im Lokalteil präsentieren wir monatlich für 14 Tage ein Stadtgebiet.

 

OOPS - DIE FEHLERBOX

 

Ihre Meinung ist uns wichtig

Sollten Sie einen Fehler gefunden oder eine Anmerkung für uns haben, sind wir dankbar für alle Hinweise. Schicken Sie uns eine E-Mail an desk@lvz-online.de.
 

Mitteldeutschland

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Heim

Frank Pfütze
Eilenburg. Im Eilenburger Ernst-Schneller-Heim (Kreis Nordsachsen) sollen Kinder und Jugendliche vor mehr als 30 Jahren sexuell belästigt worden sein. Das behauptet ein ehemaliger Heimbewohner, der sich jetzt bei dieser Zeitung meldete. Der Fall beschäftigt nun den Träger der Einrichtung, die Caritas, und das Landratsamt.

„Das tägliche Aufdecken von immer mehr sexuellen Missbräuchen an Kindern und Jugendlichen gibt mir den Mut, ihnen den Hinweis zu reichen, dass in den Jahren 1970 bis 1980 täglich sexuelle Übergriffe auf Kinder und Jugendliche im Ernst-Schneller-Heim in Eilenburg erfolgten. Die Kinder mussten mehrmals täglich sexuelle Belästigungen über sich ergehen lassen. Sie mussten sich zum Beispiel alle nackt ausziehen und zum Duschraum laufen. Dabei wurden einzelne Kinder geschlagen, teilweise im Intimbereich berührt“, teilte der Mann mit. Sein Name ist der Redaktion bekannt.

zum Thema Weitere Opfer von Gewalt in DDR-Heimen melden sich Kirche zeigt Priester wegen sexueller Nötigung an Mehr als 500 Kinder in DDR-Heimen misshandelt Ruf nach Aufklärung - Heim-Opfer: „Waren Freiwild“ Hintergrund: DDR-Kinderheime Schläge und sexuelle Belästigung im Eilenburger Ernst-Schneller-Heim - Ehemalige berichten „Gesellschaft muss mit klarem Konzept reagieren“ Sachsen gegen Verlängerung der Verjährungsfristen bei Kindesmissbrauch "An Misshandlungen oder sexuelle Übergriffe kann ich mich nicht erinnern" Neue Zeugen melden Missbrauch in Eilenburger Heim - Schläge und sexuelle Belästigung Mehr Fotos von dem Ernst-Schneller-Heim Das Ernst-Schneller-Heim war zu DDR-Zeiten ein Heim für sogenannte erziehungsauffällige Kinder. Nach der Friedlichen Revolution gab es zunächst keinen Rechtsnachfolger, darum trat das Sozialministerium Sachsen als Träger ein. Es folgten Verhandlungen mit dem damaligen Landkreis Eilenburg zu einer eventuellen Übernahme. „Wir haben nach Möglichkeiten und Lösungen gesucht. Mit der Caritas haben wir schließlich einen Partner gefunden“, sagte Artur Beuchling, im Landratsamt für die Bildungsstätten verantwortlich. Die Caritas hat das Heim 1994 und die Schule Ende der neunziger Jahre übernommen. Heute betreut der Caritas-St.-Martin-Hilfeverbund das Kinderheim in der Rödgener Straße, eine Außenwohnguppe in Bad Düben sowie zwei Tagesgruppen in Eilenburg und Delitzsch. Und auch das Projekt integrative Familienhilfe in Eilenburg (Bernhardistraße) zählt zum Bereich Kinderheim. Zudem sind eine Familienberatungsstelle und der Bereich Ausbildung und Beschäftigung sowie eine staatlich anerkannte Förderschule im Angebot. Insgesamt betreut die Caritas 200 Kinder und Jugendliche.

FOTOSTRECKEN

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Ernst-Schneller-Heim

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Ernst-Schneller-Heim

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Ernst-Schneller-Heim

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Ernst-Schneller-Heim

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Ernst-Schneller-Heim

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Ernst-Schneller-Heim

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Ernst-Schneller-Heim

Verdacht auf Missbrauch in Eilenburger Ernst-Schneller-Heim

   


Seitdem die Caritas das Objekt übernommen hat, habe es eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs gegeben. „Der angeklagte Pädagoge ist frei gesprochen worden“, erinnerte sich der Leiter der Einrichtung, Hans-Otto Schlotmann, und betonte: „Jeder Fall würde zur Anzeige gebracht werden“. Die aktuellen Vorwürfe könne er nicht ausschließen. „Ich halte das für möglich, weil Menschen mit diesen Neigungen gerade in solchen Einrichtungen Möglichkeiten vorfinden. Es ist tief bedauerlich, wenn so etwas passiert. Ich denke, dass Kinder und Jugendliche heute sehr eng mit Familie und Ämtern verbunden sind, dass sie sich schneller öffnen als früher und eher reagieren. Wir haben ein Bezugserzieherprinzip, das mehr Vertrauen schafft und die Kommunikation fördert. Es gibt zudem ein Beschwerdesystem, das diese Philosophie unterstützt“, so Schlotmann. Beuchling und Schlotmann erklärten sich bereit, für eventuelle Opfer zur Verfügung zu stehen und zur Aufklärung.

Hilfesuchende können sich an das Landratsamt Nordsachsen, Telefonnummer 03421 758770, Ansprechpartner Artur Beuchling, oder an die Caritas, Hans-Otto Schlotmann, 03423 68240, wenden.
 

Kommentar schreiben
Vorname Name *

Ihr Kommentar (mindestens 20 Zeichen)*
* Pflichtfelder, bitte ausfüllen