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Bahn plant Einschnitte beim ICE-Verkehr in Leipzig - Stundentakt fällt weg
Andreas Dunte
Leipzig. Sachsen drohen im Bahn-Fernverkehr Einschnitte. Nach Informationen der Leipziger Volkszeitung sollen mit Fahrplanwechsel im Dezember die ICE-Züge auf den Strecken Frankfurt/Main-Leipzig-Dresden und Berlin-Leipzig-München nicht mehr im Stundentakt verkehren. Zudem plant die Bahn eine schnelle Nord-Süd-Verbindung über Halle und nicht über Leipzig.
Im aktuellen Fahrplan der Deutschen Bahn werden noch stündlich durchgängige ICE-Verbindungen auf den beiden Bahntrassen angeboten. Der mit großem Aufwand eingeführte Stundentakt soll aber ab Dezember wegfallen, was zugleich Auswirkungen auf den Regionalverkehr in Sachsen hätte.
Auf der Strecke Berlin-Leipzig-München soll es dann nur noch alle zwei Stunden eine ICE-Direktverbindung geben. Die wegfallenden Verbindungen will die Bahn offenbar durch Umsteigemöglichkeiten in Naumburg und Nürnberg ersetzen. Auf diese Weise, so schätzen Experten ein, werde das Angebot für Reisende jedoch höchst unattraktiv.
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Noch mehr in der Kritik ist die direkte Verbindung Berlin-Leipzig-München. Sie verläuft künftig ab Nürnberg nicht über die schnelle Neubaustrecke in die bayrische Landeshauptstadt, sondern über Augsburg und hat zudem wesentlich mehr Zwischenhalte als der ICE über Halle, dessen Fahrzeit rund 50 Minuten kürzer ist.
Auch die ICE auf der Trasse Frankfurt-Leipzig-Dresden kommen ab Dezember nach LVZ-Informationen nicht mehr stündlich in Leipzig an, sondern im wechselnden 40- und 80-Minutentakt. Dabei fallen im Wechsel Stopps in Riesa und Dresden-Neustadt weg.
Als Grund gibt die Bahn technische Probleme bei ihrer Schnellzugflotte an. Derzeit würden Gespräche mit den Verkehrsministerien der betroffenen Bundesländer sowie den Bestellern des Nahverkehrs geführt - für den Fall, dass die ICE mit Neigetechnik vor dem geplanten Radsatzwellentausch nur mit reduziertem Tempo durch Kurven fahren können, sagte eine Bahnsprecherin.
Laut Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) dürfen die Technikprobleme bei den Fahrzeugen nicht zu Lasten der Anbindung des Freistaats an den Fernverkehr gehen. Sachsen sei darüber "zurzeit in intensiven Verhandlungen mit der Bahn".
© LVZ-Online, 10.03.2010, 22:45 Uhr