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Am 28. August erschien die Beilage "Aus- und Weiterbildung" der Borna-Geithainer Zeitung. Hier stellen wir Ihnen unsere Partner in der Region vor.
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Foto: Jens Paul Taubert
Sebastian Gneupel an der neuen CNC-gesteuerten Brückensäge in der Bad Lausicker Firma Winzer.
Bad Lausick. Michael Winzer aus Bad Lausick gründete nach der Wende in Bad Lausick die Winzer Natursteine GmbH, ist deren Geschäftsführer. Und er ist ein Herr der Steine: Sie kommen aus China, Indien, Brasilien, den skandinavischen Ländern. Sie schimmern in allen denkbaren Färbungen und Zeichnungen.
Wer sich im Bad Lausicker Firmensitz von Michael Winzer umschaut, ist verblüfft von der Vielfalt von Stein und ahnt die Größe seiner Einsatzmöglichkeiten. Fußböden natürlich, Treppen, Bäder, aber auch Fassaden und wärmespeichernde Hüllen von Kaminöfen entstehen in der Werkhalle auf den Bad Lausicker Angerwiesen. Gerade hat Winzer eine neue Maschine aufgestellt, die den Naturstein CNC-gesteuert und auf Millimeter genau bearbeitet. „Die gibt es nur einmal im deutschsprachigen Raum. Mit ihr lassen sich Dinge produzieren, die anders nicht herzustellen sind“, sagt der 51-Jährige.
Michael Winzer ist Steinmetz. Eine Bad Lausicker Familientradition, vom Vater und Großvater überkommen. Im Lausitzer Granit hat er gelernt. Nach verspäteten „Lehr- und Wanderjahren“ in Bayern und Hessen kehrt er 1993 nach Bad Lausick zurück, investiert. Zu dritt beginnt er, schnell zählt die Belegschaft 15 Mitarbeiter.
„Man brauchte nur durch die Städte zu fahren. Wo ein Kran stand, hielt man an“, beschreibt er das Beschaffen von Arbeit in den Jahren des Baubooms. In Bad Lausick stattet er Sachsenklinik und Freizeitbad „Riff“ mit Natursteinböden aus, hat Anteil an der Sanierung mehrerer Leipziger Messehöfe, am Bau von Hotels und Einkaufszentren.
Ein großes Vorhaben des vergangenen Jahres war ein Markt in Darmstadt, wo das Bad Lausicker Unternehmen mehr als 10 000 Quadratmeter Böden verlegte. „99 Prozent unserer Umsätze machen wir – leider, sage ich immer wieder – außerhalb der neuen Länder“, sagt Michael Winzer, nennt Baustellen in München, Düsseldorf, Frankfurt, Berlin.
Viel unterwegs ist auch der Firmenchef, vor allem auch, um „seine“ Steine zu finden. Stolz ist er auf einen bräunlichen Sandstein mit markanten Äderungen, den er in China entdeckte und mit unter der Marke Tobacco „ein gewisses Alleinstellungsmerkmal“ besitzt.
Ein Gesamtprodukt schaffen, den Stein im Kombination sehen mit Holz, mit Edelstahl, das betrachtet Michael Winzer als Herausforderung. Ein halbes Dutzend Lehrlinge hat das Unternehmen inzwischen ausgebildet, Steinmetze zuerst, jetzt Naturwerkstein-Mechaniker – ein Begriff, der den gewachsenen gestalterischen Möglichkeiten mittels Technik Rechnung trägt.